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SAP-Agenturen in Berlin

SAP-Projekte betreffen fast immer das gesamte Unternehmen, von der Finanzbuchhaltung über den Einkauf bis zur Logistik. Diese Liste zeigt Agenturen und Berater, die SAP S/4HANA und angrenzende Module einführen, anpassen oder von SAP ECC migrieren, gefiltert nach Partnerstatus, Branchenerfahrung und Mindestbudget. Wer noch auf einem älteren SAP-System arbeitet, findet hier auch Partner für die Migration.

Volle Markierung = Kern-Kompetenz, Umriss = ergänzende Erfahrung. Mit weiteren Filtern kombinieren →

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Ratgeber

Wer S/4HANA braucht und wer nicht

SAP S/4HANA ist auf Unternehmen mit komplexen, oft internationalen Prozessen zugeschnitten: mehrere Standorte, verzweigte Lieferketten, strenge Compliance-Anforderungen in Branchen wie Fertigung, Pharma oder Handel. Die Stärke liegt in der Tiefe: Finanzwesen, Logistik, Produktion und Personalwesen laufen in einem gemeinsamen Datenmodell, was Auswertungen über Abteilungsgrenzen hinweg erleichtert. Für ein Unternehmen mit zwanzig oder dreißig Mitarbeitenden und überschaubaren Prozessen ist SAP dagegen fast immer die falsche Wahl: Lizenzkosten, Implementierungsaufwand und der Bedarf an geschultem Personal stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Odoo oder Microsoft Dynamics decken einen Großteil solcher Anforderungen günstiger ab. Eine seriöse SAP-Agentur sagt das auch offen, statt jedes Projekt in Richtung SAP zu drängen.

Was der SAP-Partnerstatus wirklich aussagt

SAP vergibt Partnerstufen im Rahmen der SAP PartnerEdge, von Open über Silver bis Gold, je nach Umsatz, Zertifizierungen und Kundenreferenzen. Eine hohe Stufe zeigt geschäftliches Volumen, nicht automatisch, dass die konkreten Berater in Ihrem Projekt zertifiziert sind. Fragen Sie deshalb nach den Namen und Zertifikaten der Personen, die tatsächlich an Ihrem Projekt arbeiten, nicht nach dem Partnerlogo auf der Website. Bei SAP gilt zudem: Referenzen aus ähnlich komplexen Branchenumfeldern sagen mehr über die Eignung aus als die reine Partnerstufe.

Die Migration von ECC auf S/4HANA

Die Standardwartung für SAP ECC 6.0 endet 2027, eine kostenpflichtige erweiterte Wartung reicht bis 2030 – danach läuft das System ohne Herstellersupport weiter. Für viele Bestandskunden ist die Migration deshalb kein optionales Projekt mehr, sondern eine Frage des Zeitpunkts. Dabei stehen drei Wege zur Wahl: die technische Konvertierung des bestehenden Systems (Brownfield), ein kompletter Neuaufbau mit bereinigten Prozessen (Greenfield) oder ein selektiver Mittelweg. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie viel historisch gewachsener Anpassungsbedarf im aktuellen System steckt. Eine Agentur mit dokumentierter Migrationserfahrung sollte diese Frage vor dem Angebot beantworten können, nicht erst im Projekt.

Was ein SAP-Projekt kostet

SAP-Projekte beginnen selten unter 150.000 Euro und können bei mehreren Standorten oder Ländern deutlich höher liegen. Kleinere Einführungen mit stark standardisiertem Vorgehen, etwa auf Basis der S/4HANA Cloud Public Edition, sind ab rund 100.000 Euro möglich. SAP-Berater rechnen 140 bis 220 Euro pro Stunde, abhängig von Spezialisierung und Modul. Beim Betriebsmodell lohnt sich ein Blick auf RISE with SAP, SAPs eigenes Cloud-Angebot mit Infrastruktur, Lizenz und Betrieb aus einer Hand. Alternativ läuft S/4HANA bei einem Cloud-Anbieter oder On-Premise weiter, mit entsprechend höherem Eigenaufwand für den Betrieb.

SAP-Partner finden

Die Reihenfolge folgt dem Score, Anzeigen sind gekennzeichnet. In der Suche filtern Sie nach Partnerstufe, Branche und Mindestbudget, oder Sie stellen eine Anfrage mit Ihrer Ausgangslage. Für kleinere Budgets lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die ERP- und CRM-Agenturen insgesamt, etwa auf Odoo als günstigere Alternative.

Häufige Fragen

SAP-Agenturen: Fragen und Antworten

Was kostet eine SAP-Einführung?

SAP-Projekte beginnen meist ab 100.000 Euro bei standardisierten Cloud-Editionen und liegen bei komplexen Konzernstrukturen häufig über 500.000 Euro. SAP-Berater rechnen 140 bis 220 Euro pro Stunde. Lizenzkosten kommen je nach Nutzerzahl und Modulumfang zusätzlich hinzu.

Bis wann muss ich von SAP ECC auf S/4HANA wechseln?

Die Standardwartung für ECC 6.0 endet 2027. Gegen Aufpreis lässt sich die Wartung bis 2030 verlängern, danach gibt es keinen Herstellersupport mehr. Wer jetzt plant, vermeidet Zeitdruck bei der Wahl zwischen Brownfield- und Greenfield-Migration und hat mehr Verhandlungsspielraum bei Partnern und Zeitplan.

Brauche ich zwingend einen zertifizierten SAP-Partner?

Formal nicht, in der Praxis kaum vermeidbar: Komplexe S/4HANA-Projekte erfordern Zugriff auf SAP-Ressourcen, Schulungsmaterial und Supportkanäle, die an den Partnerstatus gekoppelt sind. Wichtiger als die Partnerstufe selbst ist, dass die konkret eingesetzten Berater persönlich zertifiziert sind und Erfahrung in Ihrer Branche mitbringen.

Cloud oder On-Premise für S/4HANA?

Beides ist möglich. RISE with SAP bündelt Infrastruktur, Lizenz und Betrieb bei SAP selbst und eignet sich für Unternehmen ohne eigenes Rechenzentrum. On-Premise-Betrieb bleibt eine Option, etwa aus regulatorischen Gründen, bedeutet aber mehr Aufwand für Betrieb und Patches im eigenen Haus.

Ist SAP auch für ein mittelständisches Unternehmen sinnvoll?

Bedingt. SAP Business One und die S/4HANA Cloud Public Edition richten sich gezielt an kleinere und mittlere Unternehmen mit reduziertem Funktionsumfang und geringerem Implementierungsaufwand. Für sehr kleine Betriebe mit einfachen Prozessen bleiben Odoo oder Microsoft Dynamics meist die wirtschaftlichere Wahl.